AutoScout24 Studie: Autofahrende überraschend zufrieden mit dem Zustand deutscher Straßen

presseportal.de: Eine AutoScout24-Umfrage zeigt – 42 Prozent stellen Verkehrswegen Bestnoten aus / Frauen und ältere Fahrende sehen die Lage kritischer

Über 700.000 Staus zählt der ADAC pro Jahr allein auf Deutschlands Autobahnen; damit verbringen Fahrer*innen hierzulande insgesamt rund 520.000 Stunden im Stau*. Ein Grund für die Geduld, die den Fahrer*innen abverlangt wird, ist der Zustand der hiesigen Verkehrswege, in die über Jahre zu wenig investiert wurde. Entsprechend unzufrieden könnten Autohalter*innen demnach mit dem Zustand ihrer Straßen und Autobahnen sein. Doch eine aktuelle, repräsentative Umfrage von AutoScout24 kommt jetzt zu einem ganz anderen Ergebnis. Danach bewerten 42 Prozent der Autofahrenden die Verkehrswege in ihrem Umfeld als „gut“ oder sogar „sehr gut“, lediglich 8 Prozent sehen das Klassenziel nicht erreicht und stellen ein mangelhaftes oder gar ungenügendes Zeugnis aus. Der europaweit größte Online-Automarkt führte die repräsentative Studie im Januar dieses Jahres gemeinsam mit INNOFACT unter 1.000 Autohalter*innen durch**.

Laut AutoScout24-Umfrage bewerten 6 Prozent der Befragten die Verkehrswege in ihrem Umfeld mit der Note „sehr gut“, 36 Prozent erteilen die Note „gut“. Damit sind 42 Prozent der Autohalter*innen mehr als zufrieden mit dem Zustand der Straßen. Rechnet man die 35 Prozent der Fahrenden hinzu, die zumindest ein „befriedigend“ aussprechen, zeigt sich: Drei Viertel der Fahrenden, nämlich 77 Prozent, sind mit dem Zustand der Verkehrsinfrastruktur zufrieden. Auf der anderen Seite stehen 22 Prozent, die zum Teil deutlichen Optimierungsbedarf beim Blick auf Deutschlands Straßen sehen: 14 Prozent geben die Note „ausreichend“, 7 Prozent die Note „mangelhaft“ und 1 Prozent sagt sogar: „Ungenügend!“. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei der Note 2,8.

Frauen und Ältere sehen noch Optimierungsbedarf

Beim näheren Blick auf die Zahlen zeigt sich, dass vor allem Männer und jüngere Autofahrende den Daumen heben, wenn sie den Zustand der hiesigen Verkehrswege bewerten sollen. So vergeben 47 Prozent der Männer die Noten „gut“ und „sehr gut“, doch nur 38 Prozent der Frauen verschenken Bestnoten. Noch deutlicher wird der Kontrast beim Blick auf die Altersgruppen. So vergibt jeder Zweite zwischen 18 und 39 Jahren die Bewertungen „gut“ und „sehr gut“, wenn es um die Straßen im eigenen Umfeld geht. Ältere scheinen hingegen mehr Schlaglöcher, Spurrillen und porösen Asphalt auf ihren Straßen zu sehen. Entsprechend stellen ihnen nur 40 Prozent der Fahrenden zwischen 40 und 49 Jahren ein gutes oder gar sehr gutes Zeugnis aus. In der Altersklasse von 50 bis 65 Jahren sind es sogar nur 37 Prozent, die Bestnoten vergeben. 12 Prozent der Generation 50-Plus schreiben Herrn Scheuer hinsichtlich des aktuellen Zustands der Straßen und Verkehrswege sogar ein „Mangelhaft“ oder „Ungenügend“ ins Zeugnis.

Drei Viertel zufrieden mit hiesigen Verkehrswegen

Frage: Wenn Sie einmal an den Zustand der Straßen und Verkehrswege in Ihrem Umfeld denken – welche Schulnoten würden Sie geben?

*Quelle: ADAC Staubilanz 2019

**Quelle: www.autoscout24.de / INNOFACT; Basis: repräsentative Stichprobe von 1.000 Autohalter*innen zwischen 18 und 65 Jahren; Befragungszeitraum: 14. bis 15. Januar 2021

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