dti Studie: Wegen Corona – diese Lebensmittel sind bei den Deutschen besonders beliebt

mopo.de: Die Corona-Pandemie veranlasst viele Menschen dazu, noch einmal mehr in das Tiefkühlfach des Supermarktes zu greifen. Der wichtigste Grund: Die lange Haltbarkeit von Fisch, Pommes, Pizza und Co. Das Deutsche Tiefkühlinstitut (dti) hat dazu eine repräsentative INNOFACT-Verbraucherstudie in Auftrag gegeben.

Tiefkühlprodukte sind aus der heutigen Ernährung kaum noch wegzudenken. Mittlerweile ist fast alles in tiefgefrorener Variante zu finden, von gefrorenen Erdbeeren, Bohnen bis hin zu Pizza und diversen Fischsorten – die Regale in den Supermärkten sind voll.

Wegen Corona: Ein Drittel kaufen mehr Tiefkühlprodukte

Das Deutsche Tiefkühlinstitut hat das Marktforschungsinstitut INNOFACT AG mit einer repräsentativen Verbraucherstudie beauftragt. Sie sollte das Kaufverhalten und die Einstellung zu Tiefkühlprodukten während des Corona-Lockdowns durchleuchtet.

Das Ergebnis: Die Corona-Zeit hat gut ein Drittel der Befragten veranlasst, die Verwendung von Tiefkühlprodukten zu intensivieren. Die Top-Drei Lieblingskategorien im Tiefkühlsortiment sind Gemüse/Kräuter, gefolgt von Fisch und Pizza.

Rekord beim Pizzaverbrauch im Corona-Jahr erwartet

Beim Pizzaverbrauch erwartet die Tiefkühlindustrie im Corona-Jahr sogar einen Rekord. „Der Absatz von Tiefkühlpizza wird dieses Jahr einen neuen Höhepunkt erreichen“, teilte der Tiefkühlinstitut mit. „Jeder Bundesbürger isst durchschnittlich 13 Tiefkühlpizzen pro Jahr – Tendenz steigend.“

Vor zehn Jahren waren es demnach erst zehn, vor 20 Jahren fünf und vor 30 Jahren nur drei.

Vor allem die 18- bis 59-Jährigen geben an, in der Corona-Zeit mehr tiefgekühlte Produkte verwendet zu haben. Dabei ist die Wahl der Produkte je nach Altersgruppe durchaus unterschiedlich: Die 40- bis 75-Jährigen greifen vor allem häufiger zu tiefgekühltem Fisch sowie Kunden und Torten, während die 18- bis 59-Jährigen die Verwendung von Kartoffelprodukten verstärken.

Tiefkühlprodukte: Lange Haltbarkeit entscheidend

Für 72 Prozent der Befragten ist die lange Haltbarkeit ausschlaggebend für den Griff ins Tiefkühlfach, es erleichtert die Vorratshaltung. So lassen sich Einkäufe auf ein Minimum reduzieren, 68 Prozent gaben dabei vor allem die Verringerung des Infektionsrisikos als Grund an.

Entscheidend ist aber auch die schnelle und einfache Zubereitung. Gerade mit Blick auf das Homeoffice und Homeschooling ist Zeit ein entscheidender Faktor. Eine kürzere Zubereitungszeit bringt Entlastung, insgesamt arbeiteten 46 Prozent der Befragten zumindest zeitweise im Homeoffice.

Studie: Tiefkühlprodukte werden mehr geschätzt

Überraschend ist, dass je mehr Tiefkühlprodukte genutzt werden, desto mehr wissen die Befragten diese auch zu schätzen. Die 18- bis 39-Jährigen bewerten die Lebensmittel wesentlich positiver als vor der Corona-Pandemie.

Nicht nur bei der jüngeren Generation hat sich der Eindruck positiv verändert. Die in der Studie abgefragten Warengruppen wurden von mindestens zwei Drittel der Befragten mit gut oder sehr gut bewertet. Die höchste Bewertung erhielten Gemüse/Kräuter, Obst/Früchte, Kartoffelprodukte, Fisch und Brötchen.

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