ImmoScout24 Studie: Nachfrage-Check – Wo ist die Konkurrenz um Alt- und Neubauwohnungen besonders hoch?

presseportal.de: Die Nachfrage nach Immobilien ist trotz Corona vor allem in den Großstädten und Ballungszentren sehr hoch. Doch mit wie vielen Mitbewerber:innen müssen Interessenten für eine passende Altbau-Wohnung oder ein schickes Neubau-Domizil rechnen? Das zeigt der Nachfrage-Check von ImmoScout24.

Zwei von drei Personen, die in den letzten fünf Jahren nach einem Mietobjekt gesucht haben, fanden es schwierig, ein passendes Objekt zu finden. 40 Prozent der Befragten empfanden die Suche als beschwerlich, da eine Vielzahl von Bewerber:innen auf eine Immobilie kommt. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Trendforschungsinstituts INNOFACT im Auftrag von ImmoScout24. Gerade jüngere Menschen zwischen 18 und 29 Jahren stimmen dieser Aussage mit 50 Prozent zu. Doch wo ist die Konkurrenz um neu angebotene Wohnungen zur Miete in Deutschland am höchsten?

In Köln, Leverkusen und Freiburg kommen besonders viele Mitbewerber:innen auf eine Bestandswohnung

Wohnungssuchende brauchen viel Zeit und Geduld, wenn sie auf der Suche nach einer passenden Bestandswohnung sind. In Köln musste sich ein:e Wohnungssuchende:r im Jahr 2020 durchschnittlich gegen 63 Mitbewerber:innen durchsetzen, in Leverkusen waren es 57 und in Freiburg im Breisgau 55. In Hamburg fragten durchschnittlich 53 Interessenten für eine Bestandswohnung an. Unter den Top Ten im Nachfrage-Check von ImmoScout24 für das Jahr 2020 folgen Städte wie Frankenthal in Rheinlandpfalz mit durchschnittlich 52 Bewerber:innen, Ulm und Ludwigshafen mit jeweils 51 Suchenden. In München kamen im Schnitt 40 Interessenten auf eine angebotene Bestandswohnung.

Sondersituation Berlin: Mietendeckel führt zu einer hohen Konkurrenz um Bestandswohnungen

In Berlin hat sich die Wettbewerbssituation um Bestandswohnungen im letzten Jahr enorm verschärft. Denn in Folge des Mietendeckels bieten Vermieter:innen 68 Prozent weniger Mietwohnungen mit Baujahr älter als 2014 auf der Immobilienplattform ImmoScout24 an als ein Jahr zuvor (Mietendeckelrelevante Wohnungen: Dez. 20 zu Dez. 19). Durchschnittlich kamen 137 Interessenten auf ein angebotenes Bestandsobjekt (älter als zwei Jahre). Damit liegt Berlin im Nachfrage-Check von ImmoScout24 mit Abstand auf dem ersten Rang. Mehr als doppelt so viele Suchende als in Köln interessierten sich in der Hauptstadt für eine angebotene Bestandswohnung. „Der Wettbewerb um Mietwohnungen hat sich im letzten Jahr in Berlin enorm verschärft. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass das Angebot im letzten Jahr in Folge des Mietendeckels deutlich zurückgegangen ist“, sagt Dr. Thomas Schroeter, Geschäftsführer von ImmoScout24.

Wettbewerb um eine Neubau-Wohnung besonders hoch in Berlin und Karlsruhe

Auch bei Neubauwohnungen zeigt der Nachfrage-Check von ImmoScout24 die höchste Nachfrage pro Objekt in Berlin. In der Hauptstadt kamen im Jahr 2020 im Durchschnitt 29 Kontaktanfragen auf eine Neubau-Wohnung, gefolgt von Karlsruhe mit 26 und Köln mit 25. Wuppertal und Augsburg liegen auf Platz vier und fünf (23 und 22 Wohnungsinteressenten je angebotene Neubau-Wohnung). Freiburg im Breisgau und München platzierten sich mit durchschnittlich 19 Bewerber:innen pro angebotene Neubau-Wohnung im Nachfrage-Check auf Rang acht und neun.

Vor allem Jüngere passen Suchkriterien an, um ihre Chancen auf eine neue Wohnung zu erhöhen

69 Prozent der Befragten, die in den letzten fünf Jahren eine Mietwohnung suchten, fanden es schwierig ein passendes Objekt zu finden, da es kaum erschwingliche Angebote auf dem Markt gab. Davon passte der Großteil die Suchkriterien an bzw. hat darüber nachgedacht: Knapp die Hälfte (46 Prozent) sucht laut der genannten repräsentativen Bevölkerungsumfrage von Innofact auf mehreren Kanälen nach einem neuen Domizil. 43 Prozent der Befragten kalkulieren mit einem höheren Mietpreis und 41 Prozent erhöhen den Suchradius. Besonders deutlich zeigt sich dies mit 47 Prozent bei jüngeren Menschen zwischen 18 und 29 Jahren. Auch verzichten eher die jüngeren Befragten bis 29 Jahre bei ihrer Suche auf einen Balkon oder Garten (37 Prozent). Mit 27 Prozent haben die Jüngeren häufiger vorformulierte Bewerbungsunterlagen in petto als Menschen zwischen 30 bis 39 Jahren mit 20 Prozent oder 50- bis 65-Jährige mit 17 Prozent.

Mit MieterPlus sichern sich Wohnungssuchende die beste Ausgangsbasis

„Auf eine Wohnung in der Großstadt kommen oft Dutzende von Bewerbungen. Es ist für Bewerber:innen sehr schwer, aus dieser Masse herauszustechen. Mit unserer Plus- Mitgliedschaft stehen Mietsuchende im Posteingang des Vermieters ganz oben und erhalten frühzeitigen Zugriff auf exklusive, neue Inserate. Zudem können sie sich Vermieter:innen mit der enthaltenen digitalen Bewerbermappe bestmöglich präsentieren. Dabei kostet MieterPlus nicht mehr als ein Streaming-Abo“, sagt Dr. Thomas Schroeter.

Mit MieterPlus erfahren Nutzer:innen zudem schnell und einfach, wie Ihr Profil zu den Präferenzen der Vermieter:innen passt. Zusätzlich erhalten sie Zugriff auf ein größeres Wohnungsangebot und haben damit einen Vorsprung vor Mitbewerber:innen. Bewerbungsunterlagen sind mit wenigen Klicks zusammengestellt und können sofort ohne Papier- und Postaufwand an Vermieter:innen gesendet werden. Doch auch beim Einzug und während eines bestehenden Mietverhältnisses bietet die Mitgliedschaft viele Vorteile wie die Mietkautionsbürgschaft und den Nebenkosten-Check.

Die wenigsten Mitbewerber um eine Wohnung gibt es im Bestandssegment in Hoyerswerda, Chemnitz, Plauen, Gera und Zwickau mit jeweils einem Wohnungsinteressenten pro Objekt. Eine ähnliche Situation gibt es in Gera und Zwickau für Neubauwohnungen. In Wolfsburg, Dessau-Roßlau, Chemnitz, oder Dresden kommen durchschnittlich 2 Interessenten auf eine Wohnung.

Über die Umfrage

Im Auftrag von ImmoScout24 hat die INNOFACT AG vom 14. bis 16. Dezember 2020 eine Online-Befragung unter 1.008 Personen durchgeführt. Die Befragten wurden bevölkerungsrepräsentativ nach Alter von 18 bis 65 Jahren und nach Geschlecht ausgewählt. Alle Befragten haben in den letzten fünf Jahren nach einem Mietobjekt gesucht.

Methodik

In die Datenanalyse ist die Anzahl der Kontaktanfragen in Relation zur Anzahl angebotener Neu- bzw. Bestandswohnungen zur Miete des gesamten Jahres 2020 eingeflossen. Als Bestandswohnung zählen alle Mietobjekte, deren Baujahr mehr als 2 Jahre zurück liegen. Als Neubau werden maximal 2 Jahre alte Objekte bezeichnet.

(Zur Meldung)

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