ImmoScout24 Studie: Ohne Smart Home? Ohne mich!

konii.de: ImmoScout24-Trendbarometer: Jeder Zweite plant, das eigene Zuhause zum Smart Home zu vernetzen und erwartet in Zukunft eine smarte Wohnungsausstattung.

Keine lange Schlüsselsuche mehr, stattdessen öffnet der Fingerabdruck die Haustür. Drinnen schaltet sich mit Hilfe des Bewegungsmelders das Licht an. Es ist angenehm warm, denn die Heizung hat sich pünktlich zum Feierabend hochgefahren. Und der saubere Flur verrät, dass der Staubsaugerroboter ebenfalls seinen Dienst getan hat.

Das ist keine ferne Zukunftsvision, sondern das sind die Vorteile eines Smart Homes: Der Begriff bezeichnet die Vernetzung und Automatisierung von Wohntechnik,  Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik über das Internet. Aber wie viele Menschen in Deutschland vernetzen ihre Wohnung oder ihr Haus bereits? Wie smart wollen sie in Zukunft wohnen? Und wie wichtig ist ihnen ein intelligentes Zuhause? ImmoScout24 hat im Rahmen einer repräsentativen Umfrage in Kooperation mit dem Meinungsforschungsinstitut INNOFACT nachgefragt.

Knapp jeder vierte Befragte (23,5 Prozent) hat bei sich zuhause bereits Haustechnik, Haushaltgeräte oder Unterhaltungselektronik mit digitalen Steuerungskomponenten vernetzt. Darüber hinaus gibt fast jeder Zweite (47,8 Prozent) an, seine Wohnung oder sein Haus mit vernetzter Technik ausrüsten zu wollen. Drei Viertel der Bevölkerung wohnen also bereits smart oder planen es für die nahe Zukunft. Der Trend zum Smart Home wird weiter an Fahrt aufnehmen und zu einem wichtigen Kriterium bei der Immobiliensuche.

In diese Richtung weisen die weiteren Ergebnisse des ImmoScout24-Trendbarometers. Genau die Hälfte der Befragten wünscht sich, dass Smart-Home-Anwendungen direkt zu Beginn eines Immobilienbaus eingeplant werden. Fast genauso viele, genauer gesagt 48 Prozent, sind überzeugt, dass Technik und Geräte dieser Art in ein paar Jahren in jedem Haushalt zu finden sein werden.

Bei der Frage, ob bei der Entscheidung für die nächste Wohnung oder das nächste Eigenheim Smart-Home-Anwendungen eine Rolle spielen werden, spalten sich hingegen die Geister. Während 36 Prozent sagten, dass sie ihre Entscheidung davon abhängig machen werden, stimmten genauso vielen dagegen. Die anderen 28 Prozent enthielten sich. So oder so: Auf den Preis soll sich das technische Zusatzangebot besser nicht auswirken: Denn aktuell ist nur jeder Fünfte (22 Prozent) bereit, für das vernetzte Zuhause mehr Miete oder einen höheren Kaufpreis zu zahlen. In der Gruppe der Männer und Wohneigentümer ist es immerhin schon jeder Vierte (jeweils 27 Prozent).

Grundsätzlich bewerten Befragte, die eine Wohnimmobilie besitzen, die Relevanz von Smart-Home-Anwendungen höher als die Vergleichsgruppe der Mieter. Das zeigt sich vor allem bei der Frage, ob Smart-Home-Anwendungen schon beim Bau berücksichtigt werden sollten. Während sich bei den Eigentümern 57 Prozent dafür aussprechen, sind es bei den Mietern nur 43 Prozent. Zudem bestätigt sich das geschlechterspezifische Klischee des technikaffinen Mannes: So wollen 44 Prozent der Männer ihre nächste Immobilienentscheidung davon abhängig machen, wie smart das Zuhause vernetzt ist. Bei den Frauen sind es 27 Prozent. Und je älter die Befragten sind, desto eher nimmt die Relevanz von Smart-Home-Anwendungen ab. Nur 15 Prozent der 50- bis 65-jährigen wären bereit, mehr Miete oder einen höheren Kaufpreis zu zahlen. Bei den 18- bis 29-jährigen sind es mit 29 Prozent fast doppelt so viele.

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