Meinungsbeitrag von Christian Thunig in Planung & Analyse: “Artifizielle Besoffenheit und wo bleibt der Kunde?”

13. Dez 2017

Von einem praktikablen Umgang mit Künstlicher Intelligenz im Marktforschungsalltag sind wir noch ein gutes Stück entfernt. Derzeit drückt sie noch die Schulbank glaubt Chrisitan Thunig, Managing Partner von INNOFACT, und sieht die Unkenrufe, die die traditionelle Marktforschung schon auf dem Sterbebett gesehen haben, für verfrüht.

Der Begriff der digitalen Besoffenheit, den Christian Schwingen, Markenchef der Telekom, geprägt hat, steht durchaus für einen generellen Trend: Die Begriffe Digital und Transformation sind erst einmal per se gut. Wie ein guter Whiskey strömen sie durch die Kehle und geben ein wohliges Gefühl, dass nichts so bleiben kann, wie es ist. Dabei verschwimmen (mit zunehmendem Genuss) schemenhaft die Konturen des Themas – und in der Unschärfe der konkreten Handlungsmöglichkeiten fühlen sich alle gut. Man könnte sogar sagen, dass der Begriff digitale Transformation zu einer Konstante im Alltag verkommen ist, auf die sich bereits alle in großem Konsens verständigt haben. So ergeht es auch den Begriffen Artificial Intelligence und Machine Learning.